Die Fuxenstunde – Ergänzungsband KDStV Ferdi­nandea

Bernhard Grün / Christoph Vogel, Die Fuxenstunde – Ergänzungsband KDStV Ferdi­nandea – Prag/Bamberg zu Heidelberg im CV

175 Seiten, Format 14,8 x 21 cm, broschiert.

 

Artikelnummer: GFX2

Kategorie: Studentenleben, Mensur und Duell, Verbände und Verbindungen, Handbücher und Lexika

Grün/Vogel, Die Fuxenstunde - Ergänzungsband KDStV Ferdi­nandea (GFX2)

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Produktinformation


Bernhard Grün / Christoph Vogel, Die Fuxenstunde – Ergänzungsband KDStV Ferdi­nandea – Prag/Bamberg zu Heidelberg im CV

175 Seiten, Format 14,8 x 21 cm, broschiert.

 

 

Bernhard Grün gehört seit Jahren zu den bekanntesten deutschen Studentenhistorikern und hat schon verschiedentlich Bücher zu historischen Aspekten des deutschen Studentenwesens publiziert. Zuletzt erschienen von ihm im Federsee-Verlag Bad Buchau „Die Fuxenstunde“ (siehe meine Besprechung im SK 3/2014) und der „Ergänzungsband KDStV Markomannia Würzburg im CV“ sowie die grundlegende Überarbeitung des Buches „Der Comment“ (siehe meine Besprechung im SK 1/2018).

Da Grün nicht nur Mitglied der KDStV Markomannia ist und die Bänder der CV-Verbindungen Ferdinandea Heidelberg und Suebo-Danubia Ulm trägt, verwundert es nicht, dass er sich auch intensiv mit der „Fuxenstunde“ der Ferdinandea beschäftigt hat. Nun legt er als „Ergänzungsband“ die Untersuchung zu Ferdinandea vor; damit  ist der zweite „Ergänzungsband“ zum grundlegenden Werk erschienen. Grün hält sich an das Gliederungsschema des Grundbandes, was vor allem auch äußerlich erkennbar ist. So benutzt er die gleichen Farbmarkierungen wie im Grundband.

Grün bietet den Füxen, aber auch den Fuxmajoren der Ferdinandea reiches Informationsmaterial, denn nach einigen Aufsätzen unter dem Leitbegriff „Prinzipien“ folgen Heidelberger Themen, wobei der Autor nicht vergisst, dass Ferdinandea zunächst in Prag und dann in Bamberg beheimatet war, bevor die Verbindung 1953 nach Heidelberg wechselte. So stellt er alle drei Universitäten ausführlich vor, um sich dann dem Studentenleben in Heidelberg zuzuwenden. Vorgestellt werden in Kurzfassung auch alle in Heidelberg ansässigen Verbindungen der anderen Verbände, was ebenso für Prag und Bamberg gilt. Dann folgt der Schwerpunkt des Buches, die Vorstellung der Ferdinandea mit deren Geschichte und bedeutenden Mitgliedern, aber auch Fragen des Comments und des speziellen Liedgutes der Verbindung werden erörtert. Eingebettet ist diese Vorstellung in den Zusammenhang des Dachverbandes, des CV, der ebenso gründlich analysiert wird. Schließlich geht es auch um den Studienort, die  Stadt Heidelberg, in Geschichte und Gegenwart. Liest man diesen Teil, kann man danach sogar eine eigene Stadtführung konzipieren.

Da das Buch auch reich bebildert ist und immer wieder Literaturhinweise und Arbeitsanleitungen anbietet, wirkt es nicht nur besonders anschaulich, sondern ist auch pädagogisch angelegt und ermöglicht ergänzende Studien. Es dient nicht nur den Füxen zur Vorbereitung auf die Burschenprüfung, sondern wendet sich ebenso an die Chargen, Burschen und Alten Herren der Verbindung, nicht nur, um das eigene Wissen aufzufrischen, sondern auch zur Vorbereitung von Vorträgen, Referaten oder zur Erinnerung an die frühere Studentenzeit. Mit Grüns „Ergänzungsband Ferdinandea“ liegt ein äußerst gründlich gearbeitetes Buch vor, das praktisch keine Frage zu Heidelberg offen lässt und damit auch für an Heidelbergs Geschichte Interessierte ein gutes Nachschlagewerk bedeutet.

Klaus Zacharias (aus: Studenten-Kurier 1-2/2019)