150 Jahre Coburger Convent

Oliver Mohr (Hrsg.), 150 Jahre Coburger Convent.

Jubiläumsausgabe.

Band 6 Historia academica, Schriftenreihe der Studentengeschichtlichen Vereinigung des Coburger Convents.

574 Seiten, 14,8 x 21 cm, Softcover.

 

Artikelnummer: HA56

Kategorie: Historia Academica, Coburger Convent

Mohr, 150 Jahre Coburger Convent (HA56)

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Produktbeschreibung


Oliver Mohr (Hrsg.), 150 Jahre Coburger Convent

Jubiläumsausgabe

Band 6 Historia academica, Schriftenreihe der Studentengeschichtlichen Vereinigung des Coburger Convents

574 Seiten, 14,8 x 21 cm, Softcover.

 

 

Vorwort

 

„… daß ein freundschaftlicher Verkehr hergestellt werde“

 

Mit einem schlichten Brief begann es: Am 2. Juli 1867 sandte Ghibellinia Tübingen ein Schreiben an Teutonia Halle: „Bei dem regen Verkehr zwischen nord- und süddeutschen Universitäten wünscht aber die Ghibellinia auch mit anderen Landsmannschaften in Verbindung zu treten und wendet sich deshalb an den Convent der Teutonia mit der Frage, ob derselbe nicht geneigt wäre, ein freundschaftliches Verhältnis mit ihr einzugehen, dergestalt, daß beide Gesellschaften vorkommenden Falls ihren Mitgliedern, wenn sie die Universitäten Halle resp. Tübingen besuchen, Direktion zueinander geben und auch sonst ein freundschaftlicher Verkehr hergestellt werde.“ Einen Tag später ging ein Brief gleichen Inhalts an Verdensia Göttingen. Es folgte ein reger Schriftverkehr, in den noch Teutonia Bonn und Makaria Würzburg einbezogen wurden.

 

So trafen sich am 1. März 1868 in Kassel, mittags 12 Uhr in der Restauration von Cimiotti in der Nähe des Bahnhofs stud. med. Reinartz Teutoniae Halle, stud. phil. Wytzes Verdensiae, stud. iur. Beßler Ghibelliniae, stud. phil. Bischopinck Teutoniae Bonn, Münz Makariae und von Derschau Verdensiae als Protokollführer und eine Erfolgsgeschichte begann, die nun heute ihr 150. Jubiläum feiert. 

 

Bis Anfang Mai 1868 hatten sich alle Convente der fünf Landsmannschaften mit den Kasseler Beschlüssen einverstanden erklärt und der „Allgemeine Landsmannschafts—Verband“ konnte offiziell am 2. Juni 1868 in der Gaststätte „Zum Löwen“ in Zwingenberg aus der Taufe gehoben werden. Es folgen Kongresse 1869 in Bonn, 1870 in Tübingen, 1871 in Würzburg und 1872 in Halle. Dort wird protokolliert: „Es sollen auf Antrag der Ghibellinia die Stimmen der einzelnen Convente binnen 3 Wochen an die präsidirende Landsmannschaft eingesandt werden. Den betreffenden Briefen soll beigefügt werden, ob über den ständigen Vorort sich der betreffende Convent für Liebenstein (Antrag der Verdensia) oder Coburg (Antrag der Makaria) entscheidet.“

 

Sicherlich hing die Entscheidung für Coburg auch mit der Liberalität des damaligen Herzogs von Sachsen-Coburg und Gotha Ernst II. gegenüber Vereinen wie Turnern, Sängern und Schützen zusammen. Wichtiger allerdings erscheint folgende Aussage: „… wo auf Vorschlag des Vertreters der Makaria für die Zukunft als ständiger Kongreßort die geographisch günstig und landschaftlich reizvoll gelegene Stadt Coburg gewählt wurde …“

 

Im selben Jahr erfolgte auch die Gründung des zweiten Ursprungsverbandes unseres heutigen Coburger Convent. Beim 4. Deutschen Turnfest in Bonn am 4. August 1872 wurde im „Kölner Hof“ von den drei akademischen Turnvereinen Graz, Berlin und Leipzig der Cartellverband deutscher Akademischer Turnvereine gegründet. In den folgenden Jahren fanden die Kongresse bzw. Turnfeste in unterschiedlichen Städten statt. Erst 1901 wurde mit Gotha ein ständiger Fest- und Tagungsort gewählt. Mit der Schaffung einer eigenen Sportstätte schließlich in Bad Blankenburg erfüllte sich der VC 1925 seinen Wunsch nach einer vorerst endgültigen Heimstätte.

 

Schließlich fand nach dem Zweiten Weltkrieg Pfingsten 1950 die erste Arbeitstagung Alter Landsmannschafter in Coburg statt, während der Vertretertag Alter Turnerschafter am 14. und 15. Oktober des gleichen Jahres in Essen abgehalten wurde. Am 6. und 7. Januar 1951 schlossen sich die wieder erstandenen aktiven Landsmannschaften in Frankfurt am Main zur Arbeitsgemeinschaft Coburg zusammen, gefolgt am 24. und 25. Februar vom Zusammenschluß der wieder erstandenen aktiven Turnerschaften zur Arbeitsgemeinschaft Blankenburg in Köln. Am 12. Mai 1951 schließlich vereinigten sich AG Coburg und AG Blankenburg im Landestheater Coburg zum Coburger Convent.

 

Im Jahre 2018 nun feiert unser Coburger Convent sein 150jähriges Bestehen. Er feiert es in Frieden und Freiheit als in sich geschlossener Verband. Möge er so bleiben ad multos annos!

 

 

 

 

 

Peter Engelhardt

 

L! Hansea auf dem Wels München et L! Vitebergia Halle an der Saale

 

1. Vorsitzender der Studentengeschichtlichen Vereinigung des C